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Fahrradversicherung im Vergleich – den Schutz brauchst du

Fahrräder werden technisch immer raffinierter und die Modelle steigen im Wert. Eine Fahrradversicherung deckt Vandalismus, Diebstahl oder andere Schäden ab, die sonst eine enorme finanzielle Belastung bedeuten. Der Vollkaskoschutz lohnt sich auch für Pedelecs und E-Bikes. Manche Schäden übernimmt dagegen bereits die Hausratversicherung. Unsere Ratgeber zeigt dir, welchen Schutz du wirklich brauchst.
Besonderheiten
  • Leistungsumfang
  • Vollkasko- oder Teilkasko
  • Hausratversicherung
  • wichtige Anbieter
  • Kosten und Nutzen
GesellschaftVergleichssiegerAmmerländer AmmerländerPreis-Leistungs-Tipphepster HepsterENRA ENRAKRIST KristSchutzklick SchutzklickWertgarantie Wertgarantie
GeltungsbereichWeltweit ohne zeitliche BegrenzungWeltweit ohne zeitliche BegrenzungEuropaweitDeutschland Ausland 12 WochenEuropaweitDeutschland, Ausland 6 Wochen
Kaufpreis1 - 10.000 Euro1 - 10.000 Euro1.000 – 10.000 Euro999 - 7.500 Euro1.000 – 5.000 Euro1 – 6.000 Euro
Vertragslaufzeit12 - 36 Monate12 - 36 Monate12 - 60 Monate12 - 36 Monate12 Monate12 Monate
Kündigungsfrist3 Monate3 Monaten/a1 Monat3 Monate3 Monate
Höchstalter3 Jahreegal6 Monate2 Jahre3 Monate (bei gebrauchten Rädern)k.A.
SchlossPreis egal, kein ZahlenschlossPreis egal (es reicht sogar ein Rahmenschloss!)ab 50 Euroab 50 Euroab 50 Euroab 50 Euro
Wartezeit0 Monate0 Monateca. 1-2 Wochen0 Monateca. 1 Monat0 Monate
Leistungen
ohne SelbstbeteiligungJaJaJaJaJaJa
KaufpreiserstattungJaJaJaJaJaJa
DiebstahlJaJaJaJaJaJa
VandalismusJaJaJaJaJaJa
UnfallschädenJaJaJaJaJaJa
SturzschädenJaJaJaJaJaJa
ProduktionsfehlerJaJaJaNeinNeinJa
ElektronikschädenJaJaJaJaJaJa
VerschleißJaJaJaNeinJaJa
FeuchtigkeitJaJaJaJaJaJa
ReparaturserviceJaJaJaJaJaJa
Unsachgemäße HandhabungJaJaJaNeinJaJa
Beispiel, Jahresbetrag: e-Bike (12 Monate, Diebstahlschutz, Neues e-Bike, PLZ 44135, Alu-Rahmen)
Kaufpreis bis 1.500 Euroab ca. 5,16 €ab ca. 5,50 €ab ca. 10,00 €ab ca. 8,33 €ab ca. 16,50 €ab ca. 6,00 €
Kaufpreis bis 2.500€ab ca. 5,83 €ab ca. 6,60 €ab ca. 12,97 €ab ca. 8,33 €ab ca. 22,91 €ab ca. 7,50 €
Kaufpreis bis 5.000€ab ca. 12,59 €ab ca. 13,30 €ab ca. 14,38 €ab ca. 13,33 €ab ca. 38,50 €ab ca. 15,00 €
BesonderheitenJahresbeitrag günstiger | Carbonbikes werden zwar versichert, der Carbonrahmen aber ausgeschlossenJahresbeitrag günstiger | immer Neuwert-Erstattung | Verschleiß ohne Ausnahmen | gewerbliche Nutzung okay | Schäden bis 500 Euro ohne Kostenvoranschlag reparieren lassenLeistungen individuell zusammenstellen, mit AbholserviceBeitrag orientiert sich nach PLZ, Freie Werkstattwahlkostenloser Kundenservice, Partner der Allianz-
Fazitgünstig und für viel Gepäck Oder Zubehör geeignetSuper Angebot!sehr erfahrener Anbieter, abgestimmte Paketeversichern auch Gebrauchte e-Bikesideal für Reisen geeignet, Zeitlich unbegrenztumfangreicher Leistungsbereich
zur Versicherung
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Eine Fahrradversicherung schützt bei Diebstahl, Vandalismus oder bei technischen Schäden. Einige Bereiche werden auch von der Hausratversicherung übernommen. Der Leistungsumfang der speziellen Fahrradversicherung ist deutlich größer und betrifft auch Unfallschäden.
  • Eine solche Police lohnt sich besonders bei neuen Modellen oder sehr teuren Fahrrädern. Dazu zählen ebenso E-Bikes oder Pedelecs, die mit aufwendiger Technik und einem zusätzlichen Akku ausgestattet sind.
  • Die Kosten für die Versicherung richten sich nach dem Wert des Fahrrads, nach dem Alter und natürlich auch dem Wohnort. Du selbst legst beim Abschluss des Vertrages die Versicherungssumme fest.

Wie funktioniert eine Fahrradversicherung?

Die Fahrradversicherung bietet dir einen umfassenden Schutz bei Unfällen, Diebstahl, Teileklau oder Vandalismus. Sie lässt sich gut mit der typischen KFZ-Vollkaskoversicherung vergleichen und übernimmt anfallende Kosten für Reparaturen, Ersatzteile oder eine Neubeschaffung. Schließlich willst du den Schaden bei einem gestohlenen neuen Fahrrad nicht selbst tragen. Die Polizei bestätigt selbst, dass nur die wenigsten Fahrrad-Diebstähle in Deutschland aufgeklärt werden. Wer hier nicht ausreichend abgesichert ist, bleibt auf dem Verlust sitzen und muss die Kosten für ein neues Fahrrad wieder selbst übernehmen. Genau hier springt die Versicherung ein und sie deckt noch viel mehr Leistungsbereiche ab.

Hinweis
Du bezahlst lediglich einen festen Beitrag im Monat. Die Versicherung übernimmt dann die Kosten bei einem Unfallschaden, bei Reparaturen, nach einem Sturz oder bei Elektronikschäden.

Dabei handelt es sich meist um Vorfälle, die nicht selbst verschuldet sind. Im Tarif legst du die einzelnen Leistungen und abgedeckten Risiken genauer fest. Eine Fahrradversicherung kann also nicht pauschalisiert werden und sollte immer genau zu deiner persönlichen Situation und zu deinen Ansprüchen passen. Doch bei welchen Modellen lohnt sie sich überhaupt und was zahlt die Fahrradversicherung? Wir schauen uns das Thema im folgenden Ratgeber genauer an, helfen dir bei der Auswahl und geben wichtige Tipps zum Versicherungsumfang.

Wie sinnvoll ist eine Fahrradversicherung?

Am meisten lohnt sich die Fahrradversicherung für neue oder sehr teure Räder, beispielsweise auch E-Bikes oder Pedelecs. Allein der Kaufpreis dieser Modelle liegt schnell über 1.000 Euro und die Anfälligkeit von Akku und Elektronik sorgt für deutlich mehr Schäden. Außerdem bringen Reparaturen oder der Verlust des Fahrrads deutlich höhere Kosten mit sich. Diese können von der Versicherung abgefangen werden und bieten dir deutlich mehr Schutz. Bei sehr günstigen oder einfachen Fahrrädern lohnt sich die Police durch die Beitragshöhe nicht mehr. Auch ältere Modelle werden nicht mehr versichert.

All diese Rahmenbedingungen spielen bei der Auswahl des richtigen Tarifs eine wichtige Rolle. Die Gesellschaften bieten verschiedene Leistungsbereiche und unterscheiden zwischen einem einfachen Fahrrad oder eine Unterstützung durch einen Elektromotor. Die einzelnen Modelle bringen folgende Spezifikationen mit sich – was fährst du?

ModellHinweise
Fahrrad
  • als Citybike oder Mountainbike
  • funktioniert mit Muskelkraft
  • ohne Motorunterstützung
  • auch Sport- und Rennräder
Pedelec
  • Unterstützung durch Elektromotor
  • dient als Anfahrhilfe
  • Leistung bis zu 250 Watt
  • maximale Geschwindigkeit bis 25 km/h
  • fahrbar ohne Führerschein oder Zulassung
S-Pedelec
  • besonders starker Motor
  • Geschwindigkeiten über 45 km/h
  • Führerschein notwendig
  • Zulassung als Kleinkraftrad
E-Bike
  • gilt als elektronisches Fahrrad
  • einfaches Treten dank Elektromotor
  • Unterstützung bei Anstiegsfahrten
  • unterschiedliche Geschwindigkeiten verfügbar
  • viele Modelle mit Versicherungskennzeichen
  • Mofa-Führerschein notwendig
Achtung
Für jedes Fahrrad brauchst du eine eigene Police. Die Fahrradversicherung deckt immer nur ein Modell ab und lohnt sich daher meist bei einem hohen Kaufpreis.

Leistungen: was zahlt die Versicherung?

Für die meisten Kunden ist von Interesse, was die Fahrradversicherung zahlt, welche Schäden genau übernommen werden und was versichert ist. Das betrifft den Leistungsbereich. Es gibt unterschiedliche Tarife zur Auswahl, die bestenfalls zu deinem Fahrrad, deinem Fahrverhalten und deinen persönlichen Ansprüchen passen. Überlege genau, welchen Schutz du für dein Bike brauchst. Je höher der Leistungsumfang, desto teurer wird natürlich der monatliche Beitrag.

Der Diebstahlschutz gilt als besonders wichtig. Jährlich werden hunderttausende Räder in Deutschland als gestohlen gemeldet. Die Aufklärungsquote hierzu liegt aber nur zwischen 10 und 20 Prozent. Die Chance ist also relativ gering, dein Fahrrad wirklich wiederzubekommen. Der Diebstahl betrifft aber nicht immer nur das komplette Rad. Auch der Teilediebstahl oder der Akkudiebstahl wird von der Versicherung abgedeckt. Das betrifft jedoch nur Teile, die wirklich fest mit dem Fahrrad verbinden sind. Der Diebstahl des Akkus wiederum ist nur bei Rädern mit Elektromotor wichtig.

Hinweis
Bei jedem Diebstahl muss eine Anzeige bei der Polizei gegen Unbekannt gestellt werden. Die Versicherung besteht auf das Aktenzeichen, um den Vorgang richtig abschließen zu können.

Daneben gibt es noch weitere Leistungsbereiche, die mit einem Vollkaskoschutz verglichen werden können. Voraussetzung ist natürlich, dass die Schäden nicht fahrlässig oder selbst verschuldet entstanden sind:

Reparaturkosten

Das betrifft Schäden, die beispielsweise nach einem Sturz oder nach einem Unfall auftreten. Ein Beispiel ist der Rahmenbruch.

Unsachgemäße Handhabung

Auch Schäden durch einen Bedienfehler oder durch einen falschen Einbau können übernommen werden, wenn beispielsweise der Akku nicht korrekt montiert wurde.

Vandalismus

Als Vandalismus gelten Schäden durch Dritte, die mit Vorsatz begangen wurden. Kaputte Reifen, ein defekter Sattel oder verbogene Teile sind die häufigsten Vorfälle in diesem Bereich.

Schäden durch Wasser

Die Versicherung übernimmt Elektronikschäden aller Art, die durch Wasser verursacht wurden. Das betrifft meist ein E-Bike oder Pedelec.

Materialfehler nach der Garantie

Gibt es Materialermüdungen oder Konstruktionsfehler, die nach der Garantie auftreten, deckt die Versicherung die Kosten. Selbst Verschleißerscheinungen lassen sich hier bei manchen Bauteilen angeben, wie zum Beispiel die Fahrradkette.

Akkuschutz

Alle Fahrräder mit Elektromotor benötigen einen Akkuschutz. Dieser verschleißt durch falsche Handhabung oder äußere Einflüsse schnell. Der Austausch wird immer dann von der Versicherung getragen, wenn die Kapazität des Akkus stark nachgelassen hat.

Wann zahlt die Fahrradversicherung nicht?

Als Fahrradhalter hast du bestimmte Auflagen zum Thema Sicherheit zu erfüllen. Du bekommst schließlich nicht alle Schäden problemlos bezahlt. Als Erstes bist du in der Pflicht, dein Fahrrad ausreichend gegen Diebstahl zu sichern. Das heißt: es muss korrekt und sicher abgestellt und angeschlossen sein. Die Gesellschaften zahlen nicht, wenn hier fahrlässiges Verhalten vorliegt. Allerdings formulieren sie gern ihre eigenen Bestimmungen. Manche Versicherungen verlangen ein spezielles Fahrradschloss, das geprüft und für diesen Zweck zugelassen ist. Scheint das Schloss zu unsicher oder zu leicht zu knacken, bleibst du auf den Kosten nach einem möglichen Diebstahl sitzen. Hier prüfen die Gesellschaften genauer und lassen sich gerne auch die Schlüssel beziehungsweise einen Nachweis für das Schloss zeigen. Sie stellen sicher, dass der Dieb beispielsweise nicht auch an die Schlüssel gekommen ist und dadurch erst das Rad stehlen konnte.

Die Versicherung zahlt also nicht, wenn …

  • … das Fahrrad nicht richtig abgeschlossen und gesichert wurde.
  • … das falsche Fahrradschloss verwendet wurde.
  • … Eigenverschulden und Fahrlässigkeit vorliegen.
  • … gegen die Bestimmungen des Vertrages verstoßen wurde.

Zusatzleistungen: Schutzbrief abschließen

Die Option auf einen Schutzbrief haben die Versicherer aus dem Bereich KFZ übernommen. Hier bekommst du sofortige Hilfe bei einer Panne, wirst abgeschleppt, kannst dich auf ein Leihfahrrad verlassen oder darfst kostenfrei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiterfahren. Der Schutzbrief eignet sich für alle Kunden, die sowohl beruflich als auch privat viel mit dem Fahrrad unterwegs sind. Auch ein kompletter Fahrradurlaub lässt sich mit einem Schutzbrief etwas entspannter angehen. So sind der Rücktransport oder eine Notfall-Übernachtung im Preis enthalten.

Höhe der Entschädigung: Neuwert oder Zeitwert?

Schau dir bereits bei Abschluss des Vertrages die Vorgaben zur Entschädigung an. Was bekommst du also genau ausgezahlt, wenn dein Fahrrad gestohlen wurde – den Neuwert oder den Wiederbeschaffungswert? Hier gibt es zwischen den Gesellschaften große Unterschiede.

Neuwert

Den Neupreis oder den Neuwert kannst du bei einem Diebstahl erhoffen, wenn die Versicherungssumme entsprechend hoch gewählt wurde. Dafür gibst du den Kaufpreis bei Vertragsabschluss an und kannst dir dann von der Entschädigung ein Rad zum Neupreis leisten.

Wiederbeschaffungswert

Hier ist vom aktuellen Zeitwert oder vom Istwert die Rede. Die Versicherung bezahlt dir dann nur den Betrag, den das Fahrrad wirklich noch Wert ist. So kannst du dir im Falle eines Diebstahls ein Modell von gleichem Zeitwert beschaffen.

Anteiliger Neupreis

Wer beim monatlichen Beitrag sparen will, versichert nur den anteiligen Neupreis. So zahlt die Versicherung nicht alle Kosten und du musst dich mit einer Art Selbstbeteiligung einbringen.

Reparaturkosten

Handelt es sich nur um Reparaturkosten, so schickst du am besten die Rechnung aus der Werkstatt ein oder fragst mit einem Kostenvoranschlag an. Die Versicherung muss dann den vollen Betrag übernehmen, wenn du keine Selbstbeteiligung festgelegt hast.

Fahrradversicherung Kosten: so viel bezahlst du

Eine Fahrradversicherung kostet etwa 50 bis 150 Euro im Jahr. Die Höhe des Beitrags richtet sich ganz nach dem Wert des Fahrrads, dem Leistungsumfang der Versicherung und dem jeweiligen Anbieter. Auch der Wohnort spielt manchmal eine Rolle, ob hier die Statistiken im Bereich Diebstahl vielleicht besonders hoch ausfallen. Trägt dein Wohnort ein hohes Risiko, spiegelt sich das in deinem Versicherungsbeitrag wider. Die Versicherungssumme berechnet sich aus dem Typ deines Rades, dem Alter und natürlich dem Wert.

E-Bikes und Pedelecs sind deutlich teurer und auch die Versicherung kostet zwischen 100 und 200 Euro Beitrag im Jahr. Allerdings muss nicht immer der komplette Neuwert des Fahrrads versichert werden. Legst du die Versicherungssummer niedriger fest, so reduziert sich auch dein monatlicher Beitrag. Kommt es aber zu einem Schaden, hast du die Differenz zu tragen und am Ende nichts an Kosten eingespart. Der Tarif sollte auf jeden Fall zu deinen persönlichen Wünschen passen und eine Balance zwischen Beitragsgebühren und Leistungen finden. Am besten lässt sich das über ein Rechenbeispiel erklären:

GebührenE-Bike oder SportradGünstiges Fahrrad
Neupreis:ca. 1.500 Euroca. 400 Euro
Versicherung pro Jahr:ca. 200 Euroca. 120 Euro
Monatsbeitrag:ca. 18 Euroca. 10 Euro
FazitLohnt sich!Lohnt sich nur im ersten Jahr!

Eine hohe Versicherungssumme lässt auch den monatlichen Versicherungsbeitrag schnell steigen. Günstige Fahrräder werden zwar niedriger eingestuft, doch hier lohnt sich die Versicherung meist nur im ersten Jahren. Später hast du den Neupreis schnell durch die Versicherungsbeiträge allein gedeckt. Je günstiger ein Fahrrad, desto weniger lohnt sich dafür die Versicherung. Die jährlichen Kosten sind dann teilweise höher als der Wiederbeschaffungswert.

Reicht auch die Hausratversicherung?

Die Hausratversicherung besitzt meist eine Klausel, die dein Fahrrad gegen Diebstahl schützt. Das betrifft aber nur die Modelle, die ohne Führerschein gefahren werden und wirklich nur als Fahrrad gelten. E-Bikes mit größerer Motorisierung oder Akkuleistung müssen ohnehin immer extra versichert werden. Handelt es sich um einfache Fahrräder so genügt eine Police für gleich mehrere Modelle. Das ein ein enormer Vorteil gegenüber der Vollkasko als Fahrradversicherung und hilft dir beim Sparen. Dafür hat die Hausratversicherung nur einen begrenzten Schutz und genaue Auflagen, was den Leistungsrahmen betrifft. So wird beispielsweise die Art des Diebstahls unterschieden:

EinbruchdiebstahlEinfacher Diebstahl
  • Diebstahl aus verschlossenem Raum
  • beispielsweise Keller oder Garage
  • in Kombination mit Einbruch
  • Hausrat ersetzt Neuwert oder Zeitwert
  • nur mit Fahrradklausel abgedeckt
  • außerhalb geschlossener Räume
  • Diebstahl im Alltag oder unterwegs
  • lohnt sich nur für teure Räder

Der Einbruchdiebstahl ist immer über die Hausratversicherung mit abgedeckt. Der Versicherungsschutz erhöht sich für dein Rad aber, wenn eine zusätzliche Fahrradklausel abgeschlossen wird. Du musst nur mit einem höheren Beitrag rechnen.

Die Versicherungssumme legt fest, ob der Zeitwert oder gar der Neuwert des Fahrrades gezahlt werden. Wer die Summe hoch genug ansetzt, braucht keine Eigenleistungen mehr zu dem Schaden zu erbringen. Viele Gesellschaften ermitteln aber nur den Zeitwert und schütten dir dann den Betrag aus, den dein Fahrrad auf dem aktuellen Markt noch Wert wäre – quasi als Wiederbeschaffungswert.

Ein Beispiel: Oftmals ist die Versicherungssumme auf den kompletten Hausrat bezogen. Dein Fahrrad nimmt also nur 1 bis 2 Prozent davon ein. Geht man nun von einer Gesamtsumme von etwa 50.000 Euro aus, so ist der Kaufwert von 500 bis 1.000 Euro für ein Fahrrad mit abgedeckt.

Hinweis
Wer sich also lieber für ein günstiges Fahrrad entscheidet oder mehrere Modelle gleichzeitig schützen will, genießt den Leistungsrahmen der Hausratversicherung und braucht keine zusätzliche Fahrradversicherung.

Nachtklausel überwiegend abgeschafft

Viele Kunden fragen nach der berühmten Nachtklausel. Diese sieht nämlich vor, das Fahrrad zwischen 6 Uhr in der Früh und 22 Uhr am Abend zu schützen. Wer länger unterwegs ist und beispielsweise mit dem Fahrrad noch an einer Bar hält, muss es korrekt und am besten mit dem vorgeschriebenen Schloss sichern. Andernfalls verfällt der Schutz. Die meisten Policen der Hausratversicherung haben keine Nachtklausel mehr enthalten. Dein Rad ist also immer umfassend geschützt, selbst in der Nachtzeit.

Wann zahlt die Hausratversicherung nicht?

Die Hausratversicherung ist deutlich sensibler, was die Umstände des Schadens betrifft. So gibt es spezielle Vorschriften, die eingehalten werden müssen. Das betrifft in erster Linie das Fahrradschloss. Stellst du also dein Rad im öffentlichen Verkehrsraum ab, muss es auch korrekt und mit dem richtigen Schloss gesichert sein. Am besten eignen sich Schlossbügel mit einem Schlüssel oder auch Zahlenschlösser. Fest in den Rahmen verbaute Schlösser werden von den Versicherungen nicht mehr als ausreichend bezeichnet. Wirf am besten einen Blick in die Liste der anerkannten Fahrerdschlösser des ADFC.

Stellst du dein Fahrrad in eine Garage oder einen gemeinschaftlich genutzten Raum, so muss es trotzdem abgeschlossen werden. Außerdem bist du angehalten, die größtmögliche Sicherheit für dein Rad zu bieten. Andernfalls steht dein Versicherungsschutz auf der Kippe und die Gesellschaft könnte dir Fahrlässigkeit vorwerfen.

Vergleich: Fahrradversicherung oder Hausratversicherung?

Wir haben nun beide Bereiche näher beleuchtet. Verschiedene Kriterien spielen für die Auswahl der richtigen Versicherung eine Rolle. Zunächst kommt es auf den Preis und die Versicherungssumme an. Außerdem musst du selbst einschätzen, wie oft du mit dem Fahrrad unterwegs sein wirst und wie gut du das Modell zu Hause oder im Straßenverkehr sichern kannst. Sehr günstige Fahrräder sind auch in der Hausratversicherung gut aufgehoben. Teure Sporträder oder auch E-Bikes brauchen eher eine Fahrradversicherung als Vollkaskoschutz. Anbei stellen wir dir die Vor- und Nachteile genauer gegenüber:

Vor- und Nachteile Fahrradversicherung

VorteileNachteile
  • erstattet Neupreis
  • hohe Versicherungssummen
  • großer Leistungsumfang
  • nicht nur Diebstahl abgesichert
  • übernimmt auch Reparaturen
  • reagiert bei Selbstverschulden
  • erweitert die Garantie
  • für teure Fahrräder
  • für E-Bikes geeignet
  • hohe Beiträge
  • jedes Fahrrad eine Police
  • teilweise Erstattung des Zeitwerts

Vor- und Nachteile Hausratversicherung

VorteileNachteile
  • günstige Beiträge
  • alle Fahrräder in einer Police
  • Hausrat meist sowieso versichert
  • Erstattung des Zeitwerts
  • selten Erstattung des Neuwerts
  • geringer Leistungsumfang
  • viele Schäden entfallen
  • Einschränkungen beachten
  • Vorschriften einhalten

Versicherer im Test: Ammerländer, Huk und Co.

Die meisten großen Versicherer führen eine Hausratsversicherung inklusive Fahrradklausel. Daneben gibt es immer mehr eigenständige Fahrradversicherungen mit speziellen Tarifen und präziser Leistung. Zu den größten Anbietern in diesem Bereich gehören:

VersichererHinweise
Ammerländer
  • Fahrradvollkasko
  • Diebstahlschutz und weitere Schäden
  • weltweit versichert
  • keine Selbstbeteiligung
  • für E-Bikes geeignet mit Akkuschutz
  • einige Verschleißteile abgedeckt (Bremsen)
  • Abschleppdienst und Pannenhilfe über Schutzbrief
Huk
  • Hausratversicherung mit Zusatzmodul
  • auch für Elektrofahrräder geeignet
  • spezielle Diebstahlversicherung
  • Pedelecs über Privathaftpflicht versichert
  • private Unfallversicherung möglich
Allianz
  • Fahrradversicherung in der Hausratversicherung
  • deckt Diebstahl ab
  • Entschädigung des Kaufpreises
  • Übernahme von Unfallschäden
  • Vandalismus abgedeckt
  • gilt weltweit 24 Stunden

Daneben finden sich immer mehr Gesellschaften mit einer speziellen Fahrradversicherung auch für E-Bikes. Prüfe immer den Leistungsumfang und setze die Kosten ins Verhältnis. Außerdem musst du meist angeben, wie alt dein Fahrrad ist, welchen Kaufpreis es hatte und ob es weitere Spezifikationen gibt. Danach kann ein individuelles Angebot erstellt werden. Wir empfehlen, die Angebote der Gesellschaften geschickt zu vergleichen. Ebenso namhafte Versicherer in diesem Bereich sind:

  • Wertgarantie
  • ADFC
  • Hepster
  • Ergo
  • Enra
  • Schutzklick
  • WGV
  • Debeka
  • Axa
  • DEVK
  • LVM

Versicherungsbedingungen: darauf kommt es an

Um die einzelnen Versicherungsgesellschaften gekonnt miteinander zu vergleichen, musst du deine Ansprüche kennen. Das betrifft nicht nur Modell oder Preis des Fahrrads. Welche Leistungen sind die besonders wichtig und wie hoch soll die Versicherungssumme gewählt werden. Wir haben dir ein paar Versicherungsbedingungen zusammengestellt, dir bei der Auswahl des neuen Tarifs eine Rolle spielen könnten.

Versicherungssumme

Sie orientiert sich am Kaufpreis deines Fahrrads und bestimmt letztlich die Höhe des Beitrages. Maximal liegt sie bei etwa 6.000 Euro bei den meisten Versicherungen. Achte immer auf eine gute Balance zwischen Neuwert und Versicherungssumme.

Selbstbeteiligung

Sind manche Reparaturen oder Bereiche mit einer Selbstbeteiligung belegt? Das bedeutet nämlich, dass die Versicherung nur die Differenz bei einem Schaden übernehmen würde.

Leistungen

Welche Leistungen sind im Tarif enthalten? Ist das Eigenverschulden mit versichert und kannst du einen Schutzbrief zusätzlich wählen? Außerdem sollte immer geprüft werden, ob es einen Auslandsschutz gibt.

Bedingungen

Welche Bedingungen stellt die Versicherung? Wie muss das Fahrrad angeschlossen werden und gibt es vielleicht eine Vorgabe eines bestimmten Schlosses? Manchmal dürfen nur neue Räder versichert werden und keine gebrauchten. Außerdem stellen sich viele Kunden die Frage, ob das Fahrrad codiert werden soll?

Reparaturen

In welcher Form werden Reparaturen übernommen? Bekommst du vielleicht ein Leihgerät und ist Eigenverschulden hier mit abgedeckt?

Wichtig
Die meisten Gesellschaften wollen einen Nachweis, dass das Rad wirklich dir gehört (Kaufvertrag). Außerdem darf es oft nicht älter als 2 Jahre sein. Bei einigen Policen sind gebrauchte Fahrräder direkt ausgeschlossen.

Fahrradversicherung für das E Bike – höhere Summe

E-Bikes sind deutlich schneller unterwegs, mit mehr Technik ausgestattet und teurer im Kaufpreis. Sie sollten in jedem Fall versichert werden, da die Elektronik kaputt gehen kann oder auch der Akku gern einem Teilediebstahl zum Opfer fällt. Damit du hier nicht auf den Kosten sitzen bleibst, springt die Versicherung ein. Dafür ist die Versicherungssumme aber deutlich höher angesetzt, als bei einem einfachen Rad. Zudem dürfen E-Bikes nicht bei jeder Gesellschaft versichert werden. Hier solltest du etwas genauer nachschauen. Durch den größeren Leistungsumfang sind die Monatsbeiträge etwas teurer.

Die Versicherung braucht auf jeden Fall:

  • Kaufvertrag oder Rechnung
  • Wert des Rades
  • Alter
  • Deine persönlichen Angaben

Was genau bei der Versicherung von einem Lastenrad zu beachten ist, stellt der Kanal Radelbande in diesem Video gegenüber:

Ab wann lohnt sich eine Fahrradversicherung?

Wann die Fahrradversicherung wirklich sinnvoll ist und sich lohnt, hängt vom jeweiligen Rad und seinem Wert ab. Außerdem spielen deine persönlichen Vorstellungen und Gewohnheiten in diese Entscheidung mit rein. Die Versicherung bietet sich an, wenn …

  • … Dein Fahrrad einen hohen Kaufpreis hatte, relativ neu ist und unbedingt einen Diebstahlschutz braucht. Das gilt vor allem bei Fahrrädern auf Finanzierung.
  • … Du keine Hausratversicherung mit Fahrradklausel besitzt oder einen deutlich umfassenderen Schutz wünscht.
  • … Du täglich mit dem Rad unterwegs bist oder auf Reisen auch einen weltweiten Schutz inklusive Schutzbrief benötigst.
  • … Du deutlich mehr Leistungen abgesichert haben willst, als der reine Diebstahlschutz und dafür auch gerne etwas mehr Geld im Monat ausgibst.
  • … Du ein E-Bike oder ein Pedelec besitzt und damit häufiger an öffentlichen Plätzen unterwegs bist. Hier ist die Diebstahlgefahr deutlich höher und die aufwendige Technik kann schneller kaputt gehen.

Schadensmeldung bei der Versicherung – so einfach

  • Kommt es zu einem Schaden, meldest du diesen umgehend bei der Polizei. Nenne dazu alle wichtigen Angaben, wie beispielsweise die Farbe, den Hersteller und auch die Rahmennummer. Außerdem schilderst du den Vorgang und beschreibst, wie das Fahrrad gesichert war oder welche Schäden aufgetreten sind. Die Polizei wird einen Vorgang öffnen, eine Anzeige gegen Unbekannt stellen und alles unter einer Vorgangsnummer speichern.
  • Diese gibst du wiederum an die Versicherung weiter. Melde den Schaden hier unverzüglich, berufe dich auf deine Versicherungsunterlagen und gib die Rechnung oder den Kaufbeleg weiter, damit der Wert des Rades nochmals bestätigt werden kann. Bei einem Schaden ist der Kostenvoranschlag für die Reparatur einzureichen. Die Versicherung kümmert sich dann um einen Ausgleich oder die Erstattung des Neupreises.

Erfahrungen und Kundenmeinung

Viele Kunden mit einem wertvollen Fahrrad suchen sich eine separate Versicherung. Der Kaskoschutz sorgt für mehr Ruhe im Alltag oder auf Reisen. Die Kunden bestätigen, sich deutlich entspannter und sicherer zu fühlen. Kommt es doch zu einem Schaden, muss dieser schnell gemeldet werden. Das funktioniert am besten mit einer Vorgangsnummer der Polizei, wie bereits beschrieben. Einige Gesellschaften zögern die Zahlung lange heraus und wollen noch mehr Angaben nachgereicht bekommen. Außerdem bestätigen Kunden, nicht immer den Neuwert für das Rad zu bekommen. Meist greift nur der Wiederbeschaffungswert.

Die Hausratversicherung ist trotz Fahrradklausel etwas schwieriger. Zwar kannst du hier Geld sparen und gleich mehrere Räder versichern lassen, doch die Nachweise sind oft strenger. Die Kunden müssen genau angeben, wie das Fahrrad gesichert war und teilweise sogar die Schlüssel des Schlosses vorlegen. Ist alles geprüft, kommt es dann auch hier zu einer Zahlung. Allerdings kann sich die Bearbeitung noch länger hinziehen.

Gelobt werden Schutzbrief und Pannenhilfe. Diese Zusatzdienste kommen sehr gut bei den Kunden an. Vor allem gelten diese Leistungen auch im Ausland oder nach einem Sturz. Zudem ist den Kunden Transparenz wichtig, damit alle Leistungen und Bedingungen gleich offen gelegt sind.

FAQ – häufige Fragen zur Fahrradversicherung

FrageAntwort
Wann wird gezahlt?Im Schadensfall erfolgt die Zahlung etwa 14 Tage nach der Meldung. Kommt es also zu einem Verlust des Bikes, bist du etwa 2-3 Wochen ohne Rad unterwegs und kannst dir dann mit dem Geld ein neues Modell beschaffen.
Welches Schloss für die Fahrradversicherung?Hier haben die Gesellschaften eigene Vorstellungen. Am besten eignet sich ein Zahlenschloss oder ein Bügelschloss. Ein direkt eingebautes Rahmenschloss ist den Versicherungen zu unsicher und sie fordern zusätzlichen Schutz. Manche Gesellschaften berufen sich auf bestimmte Modelle. Am besten fragst du bei Abschluss der Police nach.
Gibt es weltweiten Schutz im Ausland?Nur über eine eigene Fahrradversicherung und einen Schutzbrief ist der Auslandsschutz gewährt. Dir wird bei einer Panne geholfen, du machst vom Abschleppdienst Gebrauch oder kannst sogar den Rücktransport verlangen. Jeder Schutzbrief definiert seine Leistungen anders.

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